So viele Bücher habe ich gelesen, so viele schlaue Worte weiser Menschen in mein Leben integriert.
Aber weißt Du, wer ihnen echte Konkurrenz macht?
Die Tiere, diese wunderbaren Wesen, die diese Welt mit uns teilen.
Schier unglaublich, welch hilfreiche, wenngleich simpel scheinende Sätze sie mich zu Papier bringen lassen, die ich erst beim Reinschreiben wirklich zu erfassen beginne.
Dank ihrer Worte stellt meine Arbeit mit ihnen eine ständige Bereicherung dar. Ich möchte nie aufhören, die Weisheiten der Tiere in mein Leben zu holen. Durch ihre feine Ausdrucksweise, ihren einzigartigen Satzbau schaffen sie es, in meinen Gedanken zu verharren, und ich erkenne jedes Mal neue Ansichten über sämtliche Themen dieser Welt, auf der wir alle gemeinsam leben und wo wir alle eins sind. Danke von Herzen an all meine „Interviewpartner“! "Kein Platz hält dich so, wie die Liebe." Beaujolais An dieser Stelle ein paar wunderschöne Zitate Das 8 Monate alte Kalb hat es wirklich drauf - Chiara mit den dreckigen Haxerln :-) „Weniger denken, mehr spüren,.... denken lenkt, spüren schenkt.“ - Ha. Ist Dir das grade eingefallen? - „Ja...scheint so.... ist aber wahr. Mach ich auch so. Sollten alle so machen. Ich werde es weiterhin so machen. Auch wenn es dann für viele nicht zu verstehen sein wird.“ Ein Norikerwallach erklärt uns endlich mal, wie Pferde sich ihre Menschen vorstellen: "Ja, ich will es jetzt mal sagen (er wird emotionell, mein Herz macht einen Hupfer) Pferdemenschen, bitte schreib das wohin, bitte: Pferdemenschen, ihr sollt so im Pulse schlagen wie wir. Nicht, ihr habt oft aus uns wen gemacht, dessen Puls anders schlägt, er hastet durch den Alltag und verjagt Gespenster, die gar nicht existent sind, die nur mit eurer Hilfe entstehen haben können. Der wahre Pferdemensch hat Beine aus Blei, die in die Erde verwachsen sind, der ist nicht umstößlich und nicht laut und nicht energisch und nicht ach dieses Fahrige, wo habt ihr das her.... wie ein Vollblüter, aus der höchsten Zucht der dünnsten Stallgasse und die Haut wie Papier. Ein kleiner, als vermisst geltender Kater siniert über Verlust: „Wenn du gehen lässt mit der Bewertung, am Ende die Trauer um ein Gehen siegen zu lassen, dann wird am Ende die Trauer über ein Gehen siegen." Derselbe kleine Kater über sich selbst, jetzt, wo er nicht mehr da ist: „... Nicht ich fehle ihr. Sie sieht nur ihre Dinge wieder und ich bin aus dem Schatten getreten. Das ist OK so. Ich bin der Schatten. Hier oder dort. Doch der Schatten ist auch immer da, selbst wenn er nicht gesehen werden kann, weil man selber im Dunkeln steht oder falsch" Ein spüriger Kater legt uns klar dar, dass auch die ungesagten Dinge im zwischenmenschlichen Bereich ein Grund für ein verstörtes Tier sein können: „...es ist das nicht gesagte, das den Druck auferlegt, meint ihr, wenn was nicht gesagt wird, dann wiegt es weniger? Meint ihr, dass wenn Situationen nicht besprochen werden, keiner Worte gebühren, dann sind sie keine Situationen und meint ihr, dann sind sie nicht wichtig? Meint ihr das?" Mixhund Billy reflektiert über seine Vergangenheit: „Die Zeit in der Vergangenheit baut aus ihren Bausteinen das, was ich heute bin. (...) Eine jede Faser gehört dazu zum Gesamtwerk und die Fasern der Vergangenheit wegzulassen würde alles auseinanderreißen." Ein Kater kann aufgrund einer Krankheit nicht mehr richtig gehen und ich soll nachfragen, ob ihm das sehr fehlt: - Dass du nicht mehr gehen kannst, wie schlimm ist das für dich als Katze? Bewegung ist doch für euch eine Definierung eures Seins... - Ein Kater erklärt uns liebevoll, wie man leben lernt: „Höre auf, Dir den Kopf zu zerbrechen, viele Fragen beantworten sich doch eh von selbst, wenn du Deinen Bauch antworten lässt, es ist so leicht. Ich lade Dich ein, umzudenken und neu leben zu lernen!“ Wutz, der kleine Hund mit großem Herz, mag einen anderen Namen: "Ja, lassen wir uns die Sache mit dem Namen nochmal durch den Kopf gehen. Ich bin nicht die personifizierte Männlichkeit und ich mag an mir den kleinen Draufgänger, ja das bin ich, fällt euch kein Name ein eines Draufgängers, es kann gerne einer aus der amerikanischen Filmwelt sein, ich denke ihr wisst gleich, in welche Richtung ich denke, und ja du denkst jetzt drüber nach, woher ich von der amerikanischen Filmwelt weiß, ich sage dir, es ist, dass sich die Antworten ihren Weg suchen und hierbei mitunter durch Böden müssen, die man nicht in Worte fassen kann."
meiner tierischen Gesprächspartner:
Pferdemenschen, dürften wir uns das wünschen, wären so stumm mit uns wie wir mit ihnen. Hast du das?“
„Es ist richtig, es IST eine Definierung unseres Seins und ich kenne es, ich kannte es, und ja, es definiert uns, doch es ist nicht alles. Ich habe den Zustand gewechselt, Wasser beibt doch auch immer Wasser, ob es nun gefroren ist oder kochend heiß, warum will da keiner mit dir diskutieren drüber?“
Jeanny, eine 17jährige Katzendame, bat sogar darum, zitiert zu werden:
(alte Katzen sind sooo weise, sie frage ich besonders gern um Rat) „Fokus. So oft sagst Du das Wort, aber siehst Du auch die Bedeutung? Es ist schon vieles besser geworden, doch Deinen Fokus streust Du immer noch wie Zucker in der Gegend rum. Und zuckerst an allem nur an, aber so richtig auskosten tust Du nicht. Mehr Fokus, mehr zentrieren, mehr schmecken, tief rein, leben. Wenn Du am nächsten Tag noch in aller Kleinheit von den Dingen des letzten Tages erzählen kannst, hast Du den Fokus drauf gehabt.“
Ein Kater lässt seiner Menschenfreundin über mich eine Botschaft ausrichten: Derselbe Kater hat zum Ende hin eine Botschaft für uns beide parat: „Ach...lebt im Jetzt. Alle zwei. Viel mehr. Wo ihr euch immer herumtreibt. Was kommt da schon auf euch zu, besser ihr seid hier und empfangt, was hier und jetzt auf dem Boden der Tatsachen für euch geboren wird. Es ist im Prinzip dasselbe, nur hat es die Erde berührt und birgt deren Kraft für euch.“ Eine Katze hatte eine Botschaft und bat mich, diese allen mitzuteilen - was ich hiermit mache: „Katzen sind bei besonderen Menschen, wir haben immer einen Grund, warum wir wo sind, wir sind immer Gesandte. Es soll nie angezweifelt werden, warum wir an einem Ort sind, es hat immer einen guten Grund, Du kannst Dir sicher sein und dies mit Dir nehmen, alle können das mit sich nehmen.“ Eine Katze plauderte über die Beziehung der Katzenmeute untereinander: „Ein jeder hat seine Eigenheiten, die eingebracht werden und ein Ganzes ergeben. Diese Eigenheiten mögen lieblos erscheinen oder nervig, aber das zeichnet ein Individuum aus. Wir respektieren das am jeweils anderen. Nur Menschen mäkeln.“ Siamkatzen plaudern gerne. Wie gerne, musste Frauchen über mich erfahren :-) „Es gab Männer, da war sie nicht glücklich. Da war ich es auch nicht. Sie hat gelitten, sie ist zu gut, das tut auch wieder weh. Diese Männer hinterlassen auch Kerben. Männer gehen wie Wohnungen.“ Weise Ansichten... unsere Stubentiger habens echt drauf: „Möchtest Du wo hin, wo es Dir leichter gemacht wird, Dich in die Gruppe zu integrieren?“ - „Einfacher ist nicht gleich besser. Was man sich erkämpft, das kennt man, das hat man nicht nur einfach so, man ist damit verwurzelt - doppelte Sicherheit.“ Und noch eine Lebensweisheit - Danke an den Kater für diese Worte: „Man kann gewisse Dinge, die hier so auf der Erde passieren, nicht ändern, sie sind vorherbestimmt und sie haben ihren Zweck. Aus Widerwehr kommt Gutes, man ist gezwungen, sich sein Leben und seine Glaubenssätze anzusehen und nicht selten wacht man dann erst auf und lebt. So ist das Wecken mitunter eine grausame Sache, jedoch verurteilt nicht den Sonnenschein, der Euch auf der Nase kitzelt und Euch wecken möchte.“ (Er sagt das grinsend, er weiß ganz genau, dass er eher ein Donnerwetter als ein Sonnenscheinchen ist) Eine Katze über eine andere Katze: „Sie hat in ihrer Vergangenheit Dinge erlebt, die sie jetzt so sein lassen. Nichts besonders schlimmes, aber auch die kleinen Dinge prägen den Charakter.“ Eine Hündin gab derart viele Weisheiten von sich, dass es mir schwer fiel, nur eine auszuwählen: „Dieses Gespräch wird für Frauchen gut sein, somit auch für mich. Du siehst andere Dinge, die zu Hause nicht gesehen werden, alles zusammen ist wichtig, um zu verstehen, nicht wahr?“ Eine Hündin mit Kummer: „Mich mein Leben ganz normal weiterleben zu lassen würde mir am meisten helfen. Zu viel Aufmerksamkeit auf meinen Zustand lässt mich nicht lösen, lässt keinen Neubeginn zu.“ Auch so was muss es geben: Ein sehr frustrierter Kater antwortet so ganz anders, als ich es bislang kannte: - Du, die meinens Dir alle nur gut, sagen „geliebtes Katerchen“ zu Dir!... -„LARIFARI.“ Eine Hündin über ihre Rolle in der Familie: „Frauchen und ich, wir sind beide Mütter, wir teilen uns die Aufgaben, sind beide in unserem Bereich wichtig. Keine Unstimmigkeiten, und wenn schon - ist das jetzt so wichtig?! So wie es ist, ist es gut. Meine Worte an Euch.“ Eine Katze findet wundervoll poetische Worte, um die Beziehung zu ihren Menschen zu beschreiben: - Wie siehst Du die Beziehung zu Deinen Menschen? - „Passt. Wir leben im Rudel, wo jeder seine Position hat. Wir haben uns das gut ausgemacht, wir haben klare Fronten und so ist das wichtig. Weißt Du, so eine Sicherheit, die lässt eine ganz andere Art von Liebe aufkommen, eine Liebe, die nicht an Bedingungen geknüpft ist. Eine sanfte, unaufdringliche Art der Liebe. Fast schämt man sich, es Liebe zu nennen, da sie schüchtern zwischen uns hervorlugt. Fast meint man nicht drüber reden zu wollen, weil man zu erröten meint. Aber wo diese Liebe zwischen den Ritzen der Beziehung hervorlugt, kann nicht viel passieren, so diffus und durchscheinend sie auch sein mag.“ Ein Kaninchen sinniert über seinen baldigen Tod: „Ich weiß es halt, ein Wissen, das einfach da ist...was solls! Das Leben ist dennoch wunderbar! Ihr armen Menschen, was würdet ihr alles wissen, wenn ihr Tiere wäret, ihr macht es Euch so schwer.“ Jenes Kaninchen hat auch mir was zu sagen: „Ja, Du selber! Mehr fokussieren, Du kannst Dich nicht zerreißen. Lebe nicht so viele Dinge auf einmal, nur eines, und das dafür sehr intensiv, das ist viel besser.“ Ein Kater über seinen baldigen Tod - er erzählt mir, wie es passieren wird: - Wie würdest Du gehen wollen? - „Zu Hause. In der Atmosphäre wie oben beschrieben, am Abend im Wohnzimmer bei gedimmtem Licht. Ich denke, ich würde dann noch etwas bleiben, ohne meinen kranken Körper, und Adieu sagen. Ja, so will ich es (das spüre ich auch, es hört und fühlt sich so friedlich an für mich, dass ich lächeln muss). Warm soll es sein und dieses gelbe Licht, ich und meine Menschen, wir werden dann noch Energien austauschen, was ich durch meinen kranken Körper nicht mehr so konnte.“ Dieser Kater hat noch einen Rat für mich: „Lebe Deine Tage. Lebe sie nicht, LEBE. Das geht an Euch alle. Ich habe nichts, wo ich traurig sein muss, dass es vorbei ist. Und Du?“ Ein kranker Kater bittet darum, ihm kräftigende Gedanken zu senden: „Nehmt meine Worte ernst, das ist mir wichtig, hindert mich nicht, indem ihr in Euren Gedanken klammert. Lebt mit mir das Leben, wie wenn ich jung und gesund wäre, springt mit mir herum, lasst mir dieselbe lebensbejahende Energie zukommen, die spielende Kinder bekommen.“ Mein Pferd richtet über eine Freundin Worte an mich aus: „Ich weiß, was sie mich fragen will. Ich habe die Frage schon viele Male gehört. Aber – sie hört nicht zu. Sie kann das, soll zuhören. Langsam und leise werden – alles muss schnell gehen. Sie muss viel langsamer werden, nur dann kann etwas in Fluss kommen.“ Und schließlich eine Hündin. Ihre simplen, jedoch ausdrucksstarken Worte an mich haben mich eingenommen: „... mache Dich leer und fülle in Dich nicht immer alles rein, sondern nur von einer Sache das Konzentrat. Zu viel an Konzentraten vermischt sich zu einem Einheitsbrei, Du schmeckst die spezielle Note nicht mehr raus. Denk immer daran, vergiss das nie!“
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